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Mein AlpenCross zum Comer See 2026

Mit dem Veranstalter bikeAlpin habe ich vom 30.08. bis zum 06.09.2026 (einschließlich An- und

Rückreise die organisierte 2-Level-Tour Von St. Anton am Arlberg zum Comer See gemacht.

2-Level-Tour bedeutet, dass die einwöchige Tour mit insgesamt sechs Tagesetappen von zwei pro-

fessionellen Guides begleitet wurde und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer täglich aus zwei unter-

schiedlich schwierigen Strecken wählen konnten. Start und Ziel der Tagesetappen waren bei beiden

Gruppen jeweils identisch.

Zu diesem Alpencross mit eigenen Bikes (E-MTB) gehörten sieben Übernachtungen in 3- und 4-

Sterne-Hotels mit Frühstück und Abendessen, parallelem Gepäcktransport und Rücktransport im

Reisebus mit geschlossenem Bike-Anhänger zum Ausgangsort St. Anton am Arlberg.

Die Biketour umfasste planmäßig etwa 322 km und 7.300 Höhenmeter (hm) bei der Streckenvariante

1 (V1) bzw. 384 km und 9.880 hm bei der schwierigeren V2.

Ich selbst bin auch bei dieser Tour durchweg die Variante 2 gefahren.

Allgemeine Tourbeschreibung (Quelle: bikeAlpin):

Zahlreiche hochalpine Erlebnisse und wunderschöne Wege und Trails erwarten Sie auf der TransAlp

von St. Anton am Arlberg bis zum Comer See. Das atemberaubende S-charl-Tal und das absolut

traumhafte Val Mora sind Teil der Route. Weiter geht es nach Livigno und zum St. Moritz-Plateau.

Die Ausblicke auf die Gletscher der Bernina-Gruppe mit dem Piz Palü (3.906 m) und dem Piz Bernina

(4.049 m), dem einzigen Viertausender der Ostalpen, werden Sie begeistern.

Streckenprofil V1 (Quelle: bikeAlpin - = Bergbahnunterstützung)

Streckenprofil V2 (Quelle: bikeAlpin)

Mein Tour-Tagebuch:

Wir Teilnehmenden, insgesamt 12 Bikerinnen und Biker aus vier Ländern (Österreich, Schweiz,

Niederlande und Deutschland) treffen uns am Vorabend des Tourstarts im Hotel Schwarzer Adler

in St. Anton am Arlberg mit unseren Guides Kerstin und Fabian zum ersten gemeinsamen Kennen-

lernen mit Abendessen und erster Tourbesprechung. Fabian wird die Variante 1 (V1) und Kerstin

die V2 guiden.

Am nächsten Morgen wird es dann endlich losgehen. Ich beabsichtige wiederum die schwierigere

V2 zu fahren und werde diesen Plan auch bis zum Schluss durchziehen. Deshalb werde ich bei den

anschließenden Etappenschreibungen ausschließlich auf die V2 eingehen.

Etappe 1 (St. Anton am Arlberg - Ischgl) Durch das Verwall- und Schönverwalltal radeln wir hinauf zur Heilbronner Hütte (2.320 m), wo wir während der Mittagspause die tolle Aussicht von der Terrasse genießen. Nach der entspannten Pause geht es flott auf einer Schotterpiste hinunter zum Kopsstausee und weiter zum Zeinisjoch. Ein kurzer Anstieg bringt uns zur Bergstation der Alpkogelbahn. Auf den flowigen Silva-Trails geht es hinunter nach Galtür und dann weiter zu unserem heutigen Tagesziel, dem Hotel Arnika in Ischgl.
An der Heilbronner Hütte
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Etappe 2 (Ischgl - Nauders) Die Auffahrt durch das Fimbertal (auch Fimbatal oder rätoromanisch Val Fenga) zur Heidelberger Hütte zieht sich ein wenig und die Einkehr auf der Hütte (2.264 m) kommt gerade recht. Anschließend nehmen wir den TransAlp-Klassiker, den Fimberpass (2.609 m), in Angriff. Der Trail hinunter ins Engadin ist ein besonderes und auch ganz schön anspruchsvolles Erlebnis. Im Anschluss fahren wir über Vna und Seraplana an den Inn. Vorbei am Weiler San Niclo geht es weiter hinauf zum Etappenziel in Nauders und unserem heutigen Hotel Neue Burg.
Der Fimberpass wartet!
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Etappe 3 (Nauders - Münster) Wir fahren zunächst bis zur Norbertshöhe und dann auf einem Trail hinunter nach Martina. Später folgen wir dem Inn bis nach Scuol. Hier beginnt die Auffahrt in die äußerst idyllisch ge- legene Ortschaft S-charl (1.810 m), einer früheren Bergarbeitersiedlung (Silberabbau) im Unterengadin. Hier legen wir im traditionellen Gasthaus Mayor unsere Mittagsrast ein. Anschließend geht es weiter hoch zum malerischen Costainas-Pass, der das Unterengadin mit dem Münstertal (Val Müstair) verbindet. Oberhalb von S-charl erstreckt sich Tamangur, der höchstgelegene geschlossene Arvenwald Europas mit bis zu 700 Jahre alten Bäumen. Auf unserem Weg durch kleine Dörfer erreichen wir schließlich unser Tagesziel in Münster, wo wir heute im Hotel Liun untergebracht sind.
Mittagsrast im idyllischen S-charl
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Etappe 4 (Münster - Livigno) Nach dem Start in Münster fahren wir ordentlich nach oben bis in das wunderschön gelegene Hochtal Val Mora im Nationalpark Stilfserjoch. Nach Durchquerung des Hochtals genießen wir noch teilweise knifflige Trailpassagen und kommen zu den Stauseen Lago di Cancano und Lago di San Giacomo im Valle di Fraele. Vor den Seen biegen wir rechts ab und fahren bis zu unserem Mittagsziel, der Alpe Trela, wo wir uns für die Weiterfahrt stärken. Dann geht es weiter über den Passo Trela (2.295 m) und dann auf dem fast endlos scheinenden Flowtrail hinunter zum Lago Livigno. In Livigno selbst angekommen, nehmen wir noch die Lateria Livigno mit und gönnen uns hier einen Cappuccino und einen leckeren Eisbecher! Dann rollen wir weiter zu unserem heutigen Hotel Montivas Lodge im wunderschönen Olympiaort Livigno.
Im wunderschönen Val Mora
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Etappe 5 (Livigno - St. Moritz) Auf Nebenwegen und Trails im Valle Mine gelangen wir zum Pass Forcola di Livigno (2.310 m). Über die Forcola Minor (2.435 m) und einem bei Mountainbikern beliebten hochalpinen Trail erreichen wir den Bernina-Pass mit seinem Lago Bianco, wo wir unsere Mittagspause einlegen. Anschließend geht es auf einem flowigen Trail hinab ins Val Bernina. Unterwegs sehen wir auch den bekannten Bernina-Express. Bei einem Abstecher zum Morteratsch-Gletscher können wir uns von dessen dramatischem Abschmelzen überzeugen; das zu sehen finde ich schon ziemlich deprimierend! Über Pontresina geht es dann zu unserem heutigen Etappenziel, dem Hotel Laudinella in St. Moritz.
Blick auf den Piz Bernina (4.048 m)
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Etappe 6 (St. Moritz - Comer See) Durch das Zentrum von St. Moritz fahren wir aufwärts zur Mittelstation der Chantarella-Bahn. Die letzten Höhenmeter zur Corviglia bescheren uns ein atemberaubendes Panorama über das gesamte Oberengadin. Wunderschöne, flowige Trails (WM Flow-Trail und Foppettas-Trail) führen uns hinunter nach Champfer. Nun geht es idyllisch vorbei am Silvaplaner und Silser See bis zum Malojapass. Dann ist fast nur noch entspanntes Dahinrollen durch das Val Bregaglia angesagt. Unterwegs machen wir in Chiavenna noch Mittagspause. Dann machen wir die letzten Kilometer an den Comer See und treffen am Strand von Colico die Variante 1-Gruppe. Am nächsten Morgen wird es dann mit dem Reisebus mit Bike-Anhänger zurück zum Ausgangsort St. Anton am Arlberg gehen.
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